UrbanVernetzungsAchse© / BürgerBoulevard

(Der Begriff BürgerBoulevard wurde angeregt über eine FR Ausarbeitung von Redakteur Herr F. Leclerc)

Für Metropol- und Oberzentren im Anspruch von Mensch+Raum© bedarf es für das Morgen die fortschreibende Neuausrichtung im Heute. 

Wir stellen hier in Kurzform das Thema Neuausrichtung RaumSynthese, d.h. Einbindung der öffentlichen Räume als Vernetzungs- und Verweilräume der Zukunft, als Auszug vor. 

Die UrbanMITTE© ist in ihrer räumlichen Zusammenführung vorrangig Ausbau bestehender Nahverkehrsstrukturen, Zukunftsanspassung des Individualverkehrs sowie unser Ansatz, Wegeverbindungen in umweltgerechten Achsen für das Vernetzen von urbanen Räumen durch eine Stadtachse. Die UrbanVernetzungsAchse© verbindet nicht nur zentrale urbane Punkte, sondern erschließt die Möglichkeit öffentliche und kommerzielle Räume miteinander kommunizieren zu lassen. Durch diesen Ansatz entstehen erlebbare, sprich für den Menschen gesamtheitlich ergänzende UrbanRäume.

In unserem ERS-Framework UrbanMITTE© (entstandene Zeitachse 2011 - 2017) haben wir unter ThemenRäume© in einer Vorstudie den Ansatz BürgerBoulevard abgehandelt. Bereits zu dieser Zeit war es uns wichtig, innerhalb des ERS-Framework zukünftige Urban-Entwicklungen zu benennen, auch wenn diverse Tendenzen noch nicht für den Allgemeinbetrachter umfassend erkennbar waren. 

Die UrbanVernetzungsAchse© / BürgerBoulevard ist ein Baustein für den Strukturwandel von Morgen: das heißt, Stadträume sowohl fußläufig, als auch adäquat mit E-Bikes, Bikes, E-Scooter und E-Shuttle-Sections auf einer gemeinsamen Achse zu verbinden. Hier geht es um die Vernetzungs-Transformation des urbanen Raumes, der über eine zentrale Achse, mit diversen Kreuzungspunkten, nicht nur wichtige Urbanpunkte erschließt, sondern eine für den Menschen erlebbare Raumverbindung das Gemeinwohl sichtbar macht. (Da, um Urbanität zu ermöglichen, auch das Fortbewegungsmittel KFZ eingebunden werden muss, wird dieses Thema + Logistik eigenständig unter der Kompetenz regionaler Verkehrsplaner abgehandelt.)

Die im Planungsansatz basierenden Bedarfsflächen, mit möglichst zwei nebeneinander verlaufenden Nutzerspuren, können in Teilbereichen, aufgrund der Geschwindigkeitsbegrenzung, die Nutzungszusammenführung autonomer E-Shuttles mit Haltespur sicherstellen. Innerhalb des Gesamtkonstrukts kann, mit Einbindung eines fußläufigen Bereiches und des Individualverkehrs, in getrennten Bereichen oder als Shared Space, eine Fortschreibung mit neuer Hinterlegung entstehen. 

Um die Struktur in seiner Abfolge zu erklären, hier beispielhaft die Hauptachsen für Frankfurt und Berlin (Metropolen wie München, Mailand, Wien u.a. sind in Vorbereitung):

Frankfurt - UrbanVernetzungsAchse© / BürgerBoulevard von Zoo bis Europagarten mit diversen Kreuzungspunkten. Die Möglichkeit mit einer zentralen Achse von Zoo (District I / Area ZeilRaum©), über Zeil (District I / Area ZeilRaum©), Hauptwache (District I / Area CentralPark©), Roßmarkt (District II / Area NeueMitte©), Bahnhofsplatz (District II / Area Hauptbahnhof©), Messe (ThemenRaum© Messe verknüpfen mit Verweilraum City), Europa-Allee bis Rebstockpark, unter Neuausrichtung entwicklungsvakanter Teilbereiche Urbanität fortzuschreiben und mit ThemenRäumen© zu hinterlegen (Vorstehendes ist eine Aussage aus ERS-Framework UrbanMITTE© der jadvance GmbH).

Berlin (Mitte/West) - UrbanVernetzungsAchse© / BürgerBoulevard von Scheunenviertel bis Kudamm mit diversen Kreuzungspunkten. Die Möglichkeit mit einer zentralen Achse von Scheunenviertel (District Mitte II / Area Scheunenviertel) über Alexanderplatz (District Mitte II / Area Alexanderplatz), Unter den Linden (District Mitte I / Area Unter den Linden), Friedrichstraße (District Mitte I / Area Friedrichstraße) Potsdamer Platz (District Mitte I / Area Potsdamer Platz/Leipziger Straße), Großer Tiergarten, Tauentzienstraße (District West II / Area Tauentzienstraße/Zoo), Kudamm (District West I / Area Kudamm/Lietzenburger Straße), Kudamm (District West I / Area Kudamm/Kantstraße) unter Neuausrichtung entwicklungsvakanter Teilbereiche Urbanität fortzuschreiben und mit ThemenRäumen© zu hinterlegen.

Um diese Zukunft umweltfreundlich, nutzerbezogen und wirtschaftlich, aus verkehrstechnischer Sicht, in eine Abfolge zu führen, müssen Verkehrsräume für E-Bikes/Bikes, E-Scooter und E-Shuttles im Stadtbild innovativ gestaltet werden - kurz, eine Lösung die Zukunft generiert.

Die hier zugrundeliegende Basis für die UrbanVernetzungsAchse© gliedert sich über eine Masterplanung mit den jeweils umsetzbaren Flächenstrukturen. Da die Achse sich auf Bestandstrukturen bezieht, sind diverse Anforderungen jeweils zugeordnet zu thematisieren, wie der Bestandsraum z.B. bei Einzelhandelszonen. Hierzu das Beispiel Frankfurt ZeilRaum©: Wenn wir hierbei die Teilbewegungsfläche Zeil betrachten, könnten wechselseitig auf beiden Seiten der Mittel-Achse bzw. auf der Mittel-Achse, vorbehaltlich einer Gestaltungseinbindung der dort platzierten Pavillons, Raum für Bikes, E-Bikes, E-Scooter und autonome E-Shuttles (für Personenbeförderung/24 Std. und Logistik letzte Meile/nachts) entstehen. Zu den fußläufigen Bewegungsbereichen an beiden Außenseiten, mit Einbindung und Aufwertung der flankierenden Gebäude, erhält der Hauptteil eine zentrale Bedeutung als gestalteter grüner Verweilraum. Dieser Planungsansatz ermöglicht durchgängige Bewegung bis hin in die Abendstunden.

Mit UrbanVernetzungsAchse© / BürgerBoulevard entstehen zusammengeführte erlebbare UrbanRäume, die für den Menschen als Ganzes begreifbar und damit in seinem Nutzungszugriff liegen. So kann diese Struktur nicht nur kognitiv erfasst, sondern im inneren Arbeitsgedächtnis abgespeichert werden und korreliert mit den jeweiligen Interessen und Anforderungen des Nutzers.